DURCHBLICK
Nr. 178 - November 2014
Nachrichten der Landesseniorenvertretung Bremen für die Seniorinnen und Senioren in den
Stadtgemeinden Bremen und Bremerhaven
Pflegestärkungsgesetz
Die Position der Bremer Seniorenvertretung
Die Pflegeversicherung ist seit 1995 die fünfte Säule der Sozialversicherung in Deutschland, neben
der gesetzlichen Kranken-, Unfall-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.
Aufgrund des demografischen Wandels mussten immer wieder Beitragsanpassungen vorgenommen
werden, weil immer mehr pflegebedürftige Personen hinzukamen. Besonders betroffen von solchen
Anpassungen sind und waren seit dem 1.4.2004 die Rentner. Bis zu diesem Zeitpunkt erhielten sie 50%
Beitragszuschuss von der Rentenversicherung. Heute zahlen Rentner ihren Beitrag zur Pflegeversicherung
in voller Höhe alleine. Der Beitragssatz liegt bei 2,05 %, sofern Kinder vorhanden sind – sonst höher.
Mittlerweile sind knapp 2,5 Millionen Deutsche auf tägliche Hilfe angewiesen, wie Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) kürzlich berichtete. Daher sollen zwei sogenannte Pflegestärkungsgesetze das aktuelle System reformieren. Vorrangig geht es um zwei Aspekte:
1. Größere Flexibilität in der Pflege
2. Die stärkere Berücksichtigung Demenzkranker
Bis 2017 will die Bundesregierung nachbessern. Um diese Verbesserungen zu erreichen, sollen die
Beiträge zur Pflegeversicherung um 0,3 Prozentpunkte und im Laufe der Wahlperiode um weitere 0,2
Prozentpunkte angehoben werden. Damit stehen insgesamt fünf Milliarden Euro mehr zur Verfügung. Die
Leistungen der Pflegeversicherung können so um 20 Prozent ausgeweitet werden.
Während sich Arbeitnehmer die von der Bundesregierung geplante Erhöhung der Pflegebeiträge um
0,3 Punkte auf 2,35% vom Bruttoeinkommen mit dem Arbeitgeber teilen, werden Rentner die Mehrbelastung
alleine stemmen müssen. Die Rentenversicherung wird sich nur an der Krankenversicherung beteiligen, aber
nicht an den Pflegebeiträgen. Durch die Beitragsanpassung ab Januar 2015 wird sich die Netto-Rente
entsprechend verringern.
Die Bremer Seniorenvertretung ist der Meinung, dass das im Oktober vom Bundestag beschlossene
Pflegestärkungsgesetz geeignet ist, die Pflegesituation in Deutschland zu verbessern. Wir hoffen auf
größere Flexibilität in der Pflege und stärkere Berücksichtigung Demenzkranker. Trotz der finanziellen
Belastung der Rentner hält die Seniorenvertretung eine von der Bundesregierung vorgesehene
Beitragsanhebung der Pflegeversicherungsbeiträge für akzeptabel unter der Voraussetzung, dass die
erwarteten 5 Milliarden Euro zweckgebunden den Verbesserungen in der Pflege zufließen.
Der Gesetzgeber möge bei zukünftig anstehenden Rentenanpassungen stets berücksichtigen, dass
die Rentner gegenüber den aktiven Arbeitnehmern einen prozentual deutlich größeren Beitrag zur
Pflegeversicherung leisten.
Die Seniorenvertretung kritisiert folgende Punkte:
 Personen mit einer Demenzerkrankung bleiben weiterhin Pflegebedürftige zweiter Klasse.
 Durch den Pflegevorsorgefonds gehen jedes Jahr 1,2 Milliarden Euro für Leistungsverbesserungen
in der Pflege verloren.
 Zwei Drittel aller Pflegebedürftigen werden noch zu Hause gepflegt, aber die meisten Wohnungen
sind für häusliche Pflege ungeeignet. Laut Thomas Zander, Geschäftsführer des Sozialverbandes
VdK NRW, sind von den rund 40 Millionen Wohnungen in Deutschland lediglich 400.000 bis
500.000 Wohnungen barrierearm. Deutschlandweit seien 2,5 Millionen solcher Wohnungen
notwendig. Zwar gebe es günstige Kredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit
einprozentiger Verzinsung für den Umbau. Allerdings sei es für Senioren schwierig, über die
Hausbank an diese Kredite zu kommen.
Heute schon gibt es 550.000 pflegebedürftige Menschen. Bis 2050 wird die Zahl der Betroffenen auf voraussichtlich 930.000 ansteigen. Die Zahl der Demenzerkrankungen wird sich bis 2050 sogar verdoppeln.
(Fortsetzung auf Seite 2)
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DURCHBLICK Nr. 178 – November 2014
Im
Übrigen
verweist
die
Bremer
Seniorenvertretung auf einen entsprechenden
Beschluss ihrer Delegiertenversammlung Bremen
vom 23. April 2013. Darin wurde u.a. beschlossen:
 Die Bremer Seniorenvertretung fordert die
Aufhebung der Trennung von Krankenund Pflegeversicherung.
 Kostenbeteiligungen
der
stationär
Pflegebedürftigen dürfen 50 % der eigenen
Renten/Versorgungsbezüge nicht übersteigen.
 Die Arbeitgeber sollten am Beitrag eines
Arbeitnehmers für die Pflegeversicherung
zu 50 % beteiligt werden.
Die Seniorenvertretung fordert weiter: Die Versicherungsträger sollten sich ebenfalls an den Kosten der Rentner zur Pflegeversicherung zu 50 %
beteiligen.
In diesem Sinne wurde von Mitgliedern des
Arbeitskreises „Gesundheit“ eine Stellungnahme
erarbeitet und von der Delegiertenversammlung
am 29 Oktober 2014 beschlossen.
Demographischer Wandel
In dieser Ausgabe soll der Fortsetzungsbericht über die Veranstaltung „Im Alter in Form –
Gesunde Lebensstile fördern“ abgeschlossen
werden, die im März 2014 in Bremen stattfand
(vgl. „Durchblick“ 173, Mai 14, S.1/2, 174, Juni 14,
S. 6/7, 175, August 14, S.6/7). Nachdem bisher die
demografische Entwicklung mit Zahlen verdeutlicht und die Verantwortung des Einzelnen für
seine
persönliche
Gesundheitsfürsorge
angesprochen wurde, wird jetzt noch kurz die
Frage der Referentin, Frau Prof.Dr.Ursula Lehr,
aufgegriffen: „Was kann die Gesellschaft für die
älteren Menschen tun? Es geht also darum, wie
die Kommunen Aktivitäten zur Erhaltung der
körperlichen und geistigen Kräfte der Seniorengeneration unterstützen könnten.
Aber nicht nur! In den letzten Jahren
haben sich das weitverbreitete negative Altersbild
der Gesellschaft und das negative Selbstbild vieler
Seniorinnen/Senioren gewandelt. Es existiert weniger Angst vor dem Versagen im Alter und dem
Verlust von Alltagskompetenz. Viele werden nicht
nur älter als früher, sondern sind auch gesünder
und kompetenter, wollen die Phase nach dem
Berufsleben selbstbestimmt und möglichst gesund
genießen, wollen gebraucht werden, ihre Kenntnisse und Erfahrungen weitergeben und ihr
gesellschaftliches Umfeld verantwortlich mitgestalten. Deshalb sollte man sich auch fragen:
„Was können die Älteren für die Gesellschaft
tun?“, wie und an welcher Stelle lassen sich ihre
Kräfte für das Wohl ihrer Mitmenschen einsetzen?
Da bekanntlich Gesundheit und Produktivität eng
miteinander verbunden sind, der Verlust der einen
den Verlust der anderen nach sich zieht und zu
Abhängigkeiten führt,
könnten sich aus dem
bürgerlichen Engagement sogar noch positive
Effekte für die Gesundheit ergeben.
Wenn sich also die Gesellschaft eine
gesunde und aktive Seniorengeneration wünscht,
aus sozialen und auch aus wirtschaftlichen
Gründen, dann müsste sie sich fragen, wie die
Rahmenbedingungen und Angebote sowohl für
das körperliche und geistige Training als auch für
einen ehrenamtlichen Einsatz
quantitativ
aufgestockt und qualitativ verbessert werden
können. Es wäre auch wirklich an der Zeit, die
starre Ruhestandsgrenze aufzuheben und die
berufstätigen Alten mitbestimmen zu lassen, wann
sie die offizielle Arbeitszeit beenden.
Im Falle der körperlichen und geistigen
„Instandhaltung“
wäre
zu
prüfen,
welche
Möglichkeiten eine städtische oder ländliche
Kommune besitzt und zusätzlich schaffen müsste,
damit sich die Älteren gesund und fit halten
können. Was fehlt, und was ist erforderlich, damit
die Älteren ihre Versorgung, die Teilnahme am
Verkehr, die Freizeitgestaltung und Erholung, das
Interesse an Fortbildung und Kultur etc. altersgerecht in Anspruch nehmen und organisieren
können? Welche Anstrengungen sind zu
unternehmen, um die Älteren zur Nutzung der
Angebote zu bewegen? Reichen die Informationen über das bestehende Angebot aus, welche
Barrieren müssten noch abgebaut werden, damit
es attraktiver für Ältere wird? Wie gewinnt man
ältere
Menschen,
sich
dauerhaft
auf
Angebotsnutzung einzulassen? Wie können
Scheue und Zurückhaltende derart in die Gemeinschaft einbezogen werden,
dass sie sich
wohlfühlen? Wie kann man Überaktive bremsen,
ohne sie zu entmutigen? Ist das Angebot an
körperlichen und geistigen Aktivitäten ausgewogen? Dazu kommen noch viele Detailfragen zu
den Gegebenheiten der Barrierefreiheit, der
altersgerechten Wohnformen, der Gesundheitsund Sozialdienste, der Versorgungs- und
Verkehrsinfrastruktur vor Ort.
Viele Fragen stellen sich für eine
Kommune auch hinsichtlich einer sinnvollen
ehrenamtlichen Einbeziehung der Älteren in die
gesellschaftliche Gestaltung. Die Seniorengeneration tut schon sehr viel für die Gesellschaft, aber
in den Medien wird häufig darauf hingewiesen,
dass in Deutschland noch lange nicht das zur
Verfügung stehende Potenzial ehrenamtlicher
Arbeit ausgeschöpft sei. Da ist wohl etwas dran.
Doch es gibt noch zu viele Stolpersteine auf dem
Weg zur ehrenamtlichen Mitarbeit, die manche/-n
(Fortsetzung auf Seite 3)
DURCHBLICK Nr. 178 – November 2014
(Fortsetzung von Seite 2)
Seniorin/Senioren davon abhält, sich daran zu
beteiligen. In welchen Bereichen können und wollen Ältere die Gestaltung der Kommune unterstützen? Wie lässt sich die Attraktivität von
Ehrenämtern steigern? Welche Art von Fortbildung
wäre an welchen Stellen nötig? Wie lassen sich
Erfolgserlebnisse schaffen und Misserfolgserlebnisse verhindern? Es gibt sehr viele Fragen,
die geklärt werden müssen, um die körperliche
und geistige Gesundheit älterer Menschen noch
stärker zu fördern.
Eins dürfte jedoch den Teilnehmern an der
Bremer Tagung klar geworden sein: Sich
gegenseitig positiv verstärkende Kreisprozesse
sind sowohl für körperliche als auch für geistige
Aktivitäten von großer Bedeutung. Sie wirken der
Verkümmerung körperlicher als auch geistiger
Funktionen entgegen. Wenn unsere Gesellschaft
älter werden und dabei fit und aktiv bleiben will,
dann muss sie alles tun, um Jung und Alt dazu
anzuregen, möglichst viele Aktivitäten zur
Erhaltung der körperlichen Gesundheit und der
geistigen Kräfte wahrzunehmen. Dazu bedarf es
nicht nur finanzieller Anstrengungen, sondern auch
der Einsicht, des guten Willens, der Einsatzbereitschaft und der Geduld; denn der tradierte
Umgang mit dem Alter lässt sich nicht von heute
auf morgen verändern. Auf dieser Baustelle wird
auch für die Bremer Seniorenvertretung noch viel
Arbeit zu erledigen sein.
GF
(Quelle: Prof.Dr.Ursula Lehr, Referat Bremen, 2014)
Zur Diskussion gestellt
von
Gerd Feller
Abschleppen bisher nur die Ausnahme
Der Nepp in unserer Republik nimmt
ständig zu. Da dürfte eigentlich der Bericht des
Weser-Kurier (03.09.14, S.7) über das rigide
Auftreten eines Hamburger Abschleppdienstes auf
Parkplätzen von REWE in Bremen die Kunden
nicht weiter verwundern. Wie man lesen konnte,
werden parkende PKW´s unnachgiebig abgeschleppt, wenn die Parkzeit von 90 Minuten
überschritten wird, und die Firma kassiert nicht nur
für das Abschleppen, sondern auch schon für
dessen Vorbereitung, so dass eine saftige
Rechnung von 200 bis 300€ droht. Selbst der
Verbraucherschutz warnt vor den Methoden dieses
Unternehmens.
Gerade ältere und vielleicht auch noch
gehbehinderte Menschen benötigen oft
beim
Einkauf im Supermarkt etwas mehr Zeit und er-
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ledigen gerne auch noch in benachbarten Geschäften Besorgungen, ohne erst den Parkplatz
wechseln und ständig Angst vor dem möglichen
Abschlepp - Nepp haben zu müssen. Wir werden
zwar aufgefordert, uns gesund zu ernähren und
bewusster einzukaufen, benötigen aber schon zum
Lesen der Nahrungsmittelangaben auf einer
Verpackung fast 10 Minuten, weil die Produzenten
immer noch in dem Wettbewerb stehen, wer auf
den Etiketten die umfangreichsten Informationen
in der kleinsten Schrift erteilen kann. Zeit kosten
auch Orientierungs- und Beratungsgespräche, weil
vorher erst fachkundiges Personal gefunden
werden muss, und wenn dann von 6 Kassen nur 2
besetzt sind, kann es auch schon mal ziemlich
knapp mit der erlaubten Parkzeit werden.
Deshalb werde ich als Verbraucher die
Supermärkte meiden, die sich des Hamburger
Modells zum Abräumen ihrer Parkplätze bedienen.
Das dürfte erst einmal kein Problem sein, weil es in
meinem Wohnbereich Horn-Lehe ausreichend
Supermärkte unterschiedlicher Unternehmen gibt.
Wenn die mich alle mit solchen Parkregeln plagen,
fahre ich eben in die Stadt. Dann ist das Parken
dort allemal billiger (für 2 Stunden ca. 4 €) als der
Preis für das Abschleppen von einem SupermarktParkplatz mit all dem Ärger und den zusätzlichen
juristischen Mühen.
Wenn sich diese Strategie unter Supermärkten ausbreitet, könnte sie allerdings auch
einen positiven Effekt haben, sofern sich die
Kundschaft eine solche Abzocke nicht gefallen
lässt. Vielleicht bevorzugen dann etliche Seniorinnen/Senioren wieder den Einzelhandel, wo man
noch bedient und kundenfreundlich beraten wird,
und die Innenstadt würde eventuell wieder
Zuwachs an Kunden gewinnen. Dort kann man
dann zusätzlich noch ohne Zeitdruck und
bescheuerte Auseinandersetzungen über die
tatsächliche Parkzeit einkaufen, das Ambiente
unserer schönen Altstadt genießen und noch ein
Kaffeehaus besuchen.
Die Bremer Seniorenvertretung hat
selbstverständlich REWE in dieser Sache angeschrieben, und das Unternehmen hat geantwortet.
Wir müssen nicht befürchten, dass jetzt REWEMärkte generell überwacht und dort parkende
PKW´s abgeschleppt werden. Die für uns
fragwürdige Regelung, von der im Weser-Kurier
berichtet wurde, besteht lediglich auf dem
Parkplatz des REWE-Marktes Westerstraße, weil
dieser wegen seiner günstigen Lage zu
Gewerbeansiedlungen und zur Innenstadt mehr als
gewöhnlich von Nichtkunden benutzt wurde.
Dadurch nahm die Zahl der tatsächlichen Kunden
deutlich ab, die jetzt jedoch dort diese Regelung
begrüßen. Trotzdem sollten die Supermärkte ihre
Parkregeln nicht übertreiben, es könnte ein
„Rohrkrepierer“ werden.
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Neu aufgelegt: KfW-Zuschuss
„Altersgerecht Umbauen“
Ab dem 1. Oktober 2014 müssen Eigenheimbesitzer und Mieter nicht mehr zwangsläufig
einen Kredit aufnehmen, wenn sie die Beseitigung
von Barrieren in ihrer Wohnung nicht vom Ersparten bezahlen können. Stattdessen können sie
einen Zuschuss bei der KfW-Förderbank beantragen.
„Angesichts
der
demografischen
Entwicklung in Deutschland die einzig richtige
Entscheidung“, so die Bundesarbeitsgemeinschaft
der Senioren-Organisationen (BAGSO) und der
Verband Wohneigentum e. V.
Die Lobby der Verbraucher und insbesondere der älteren Menschen fordert schon lange die
Wiedereinführung des KfW-Investitionszuschusses
„Altersgerecht Umbauen“. 2012 wurde der
Zuschuss nur ein Jahr nach seiner Einführung aus
dem Bundeshaushalt wieder gestrichen. Dies löste
bei Kennern der Immobilienbranche blankes
Unverständnis aus. „Das ging vollkommen an der
Haupt-Zielgruppe, den älteren Menschen, vorbei“,
kritisiert Hans Rauch, Präsident des Verbands
Wohneigentum e.V. „Angesichts eines Defizits von
mindestens 2,5 Millionen altersgerechten Wohnungen in Deutschland ist die Wiedereinführung des
Zuschuss-Modells eine zwingend notwendige
Entscheidung“, erläutert die BAGSO-Vorsitzende
und ehemalige Bundesfamilienministerin Prof. Dr.
Ursula Lehr.
Der Zuschuss ist unabhängig vom Alter
und dem Vermögen des Antragstellers, denn Ziel
ist die Vorsorge. Er beträgt bei Einzelmaßnahmen
8 Prozent der förderfähigen Kosten, maximal 4.000
Euro
pro
Wohneinheit.
Im
Standard
„Altersgerechtes Haus“, der eine Bündelung von
Einzelmaßnahmen vorsieht, sind es bis zu 10
Prozent und maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit.
Mit dem Zuschuss kann
jetzt nicht nur die
Reduzierung von Barrieren gefördert werden,
sondern
auch
eine
Maßnahme
zum
Einbruchsschutz. Weitere deutliche Verbesserungen: Der Zuschuss kann flexibel mit anderen
KfW-Förderprogrammen, z.B. „Energieeffizient Sanieren“, ergänzt werden. Umbauwillige Wohneigentümer können so ihre Immobilie in einer
Sanierungsmaßnahme energieeffizient, komfortabel und sicher gestalten. Neu ist auch, dass der
Zuschuss zum Kauf einer barrierereduzierten
Wohnung verwendet werden kann.
Weitere Informationen unter:
BAGSO, Bonngasse 10, 53111 Bonn
Tel.: 02 28 / 24 99 93 18
Fax: 02 28 / 24 99 93 20
E-Mail: [email protected]
www.bagso.de
www.deutscher-seniorentag.de
(Quelle: PM 16/2014 der BAGSO, Bonn, 01.10.14)
Aus der
Senioren-Vertretung
der Stadtgemeinde
Bremen
SeniorenTage 2014
Neuer Name, neuer Veranstalter! Statt der
bisherigen „SeniorA“ fanden am 23./24.September
2014 im Rahmen der „HanseLife“ in Halle 7 die
„SeniorenTage“ statt. Selbstverständlich war auf
dieser „Messe für das aktive Leben im Alter“ auch
die Bremer Seniorenvertretung wieder dabei, um
über ihre Arbeit für die Seniorinnen/Senioren und
über Möglichkeiten des bürgerlichen Engagements
zu informieren.
Bernd Gosau, Joachim Schwolow, Karin Fricke und
Diedrich Garbade bei der „Standwache“
(Foto: G.Feller)
Etwa 90 Aussteller informierten die zahlreichen Besucher über altersrelevante Themen
und über Hilfsangebote, mit denen sich das Altern
erleichtern und altersbedingte Einschränkungen
mehr oder weniger überwinden lassen. Im Mittelpunkt standen Gespräche über Pflege und Betreuung im Alter und barrierefreies Wohnen. Man
konnte sich u.a. auch über altersspezifische Sport-,
und Wellness-Angebote, über Gesundheit und
Sicherheit informieren. Attraktive Unterhaltung bot
ein reichhaltiges Rahmenprogramm.
Weniger angenehm für Rollstuhl und
Rollatornutzer war die Zuwegung vom Haupteingang zur Halle 7. Das wurde bereits letztes Jahr
von der Seniorenvertretung bemängelt. Aber, wie
man sah, ohne Erfolg. Die Parkplätze direkt vor
der Messehalle waren für Aussteller und Lieferanten reserviert. So mussten die gehbehinderten
Menschen weitere Wege zum Ziel in Kauf nehmen,
und die waren zum Teil recht hinderlich, z.B. durch
grobes Kopfsteinpflaster und relativ hohe Schutzschwellen für Kabelstränge. Der Kassenbereich
und Durchlass am Haupteingang beim CongressZentrum war komplett auf Kopfsteinpflaster gebaut.
Für eine Seniorenmesse sollte eigentlich das
Gebot absoluter Barrierefreiheit gelten.
GF
DURCHBLICK Nr. 178 – November 2014
Tag der älteren Generation
Wie in den letzten Jahren wurde auch
diesmal am 01.Oktober 2014 auf dem
Hanseatenhof
in
Bremen der Internationale Tag der
Älteren Generation
begangen.
Mehr
als 30 Organisationen, z.B. Gewerkschaften, Parteien,
Verbände,
Vereine
und
Selbsthilfegruppen, haben sich an
den
Vorbereitungen und an der
ProgrammgestalBernd Gosau am Stand der
tung beteiligt. Der
Seniorenvertretung
bremische Ehrenbür(Foto: Rolf Kühling)
ger Prof.Dr.Klaus Hübotter hatte die Schirmherrschaft übernommen. Das diesjährige Motto lautete:
„Wohnen selbstbestimmt und bezahlbar.“
Der „Tag der „Älteren Generation“ ist ein
Aktionstag, der 1990 laut UNO-Beschluss ins
Leben gerufen wurde. Er soll auf die Situation und
Belange älterer Menschen aufmerksam machen,
z.B. für ein Leben in Würde, gegen Altersarmut, für
eine bedarfsgerechte Pflege und Gesundheitspolitik, für bezahlbares Wohnen und für soziale
Gerechtigkeit. Zu diesen Themen konnten sich die
Besucher an den Ständen der Organisationen von
14 bis 17 Uhr wichtige Informationen holen. Außerdem lief ein Bühnenprogramm mit politischen,
musikalischen, und kabarettistischen Einlagen ab.
Die neuen Probleme
der Arzneimittel-Zuzahlungen
Ab 1. Juli d.J. hat der Spitzenverband der
Gesetzlichen Krankenkassen Tausende von Arzneimittel-Festbeträgen abgesenkt. Bei der neuen
Regelung der zuzahlungsfreien Festbeträge passiert es oft, dass manche Medikamente nicht mehr
30 Prozent günstiger sind. In der Folge muss ein
Patient für sein Medikament plötzlich eine Zuzahlung leisten. In nicht wenigen Fällen wird neben
der Zuzahlung – höchstens 10 Euro – eine saftige
Aufzahlung fällig.
Hintergrund ist die Absenkung der Festbeträge für viele Wirkstoffgruppen. Damit sinkt die
Obergrenze des Betrages, den die Krankenkassen
für Arzneimittel erstatten. In der Regel bewirkt eine
solche Absenkung, dass die Arzneimittelhersteller
ihren Preis auf oder unter die neuen Festbetragsgruppen verringern. Doch nicht alle Pharmaunternehmen ziehen mit Preissenkungen nach. Die
Differenz zwischen dem, was die Krankenkassen
5
erstatten, und dem tatsächlichen Preis des Medikaments müssen alle gesetzlich Versicherten als
Aufzahlung entrichten. Dies gilt auch für Versicherte, die von der Rezeptgebühr befreit sind, und
für Kinder.
Bei etlichen Medikamenten, die bislang
zuzahlungsfrei waren, können ab dem 1. Juli auch
wieder Zuzahlungen anfallen. Die zuzahlungsfreien
Festbeträge haben sich zahlenmäßig erheblich
verringert. Während bisher mehr als jede siebte
Packung mit Festbetrag von der Zuzahlung befreit
war, ist es ab Juli 2014 nicht einmal jede zehnte
Packung.
Betroffen von dieser Preisschlacht sind
u.a. Patienten, die gewohnt waren, ein bestimmtes
Mittel zur Blutdrucksenkung zu erhalten. Die Wirkungsweisen der Neuregelungen besagen jetzt,
dass für das betreffende Medikament auf einmal
50 Euro zu bezahlen sind. Allerdings gibt es
wirkstoffgleiche Medikamente, die nur einer
Zuzahlung von 5 Euro bedürfen.
Zur Klarstellung der Neuregelungen: Die
Zuzahlungsregelungen – ohne Festbeträge – im
Gesundheitssystem bleiben bestehen. Zehn
Prozent des Medikaments muss der Kassenpatient
daher selbst bezahlen - mindestens aber fünf Euro
und höchstens zehn Euro. Weder die von den
Versicherten geleistete Aufzahlung noch die
Zuzahlung sind als Zugewinn für die Apotheke zu
betrachten.
Günter Steffen
Achtung !
WARNUNG DER POLIZEI!
Seien Sie vorsichtig und wachsam, es
kommt sicherlich auch zu uns. Nach Frankreich ererreicht diese Methode nun schon ganz
Deutschland und Österreich. Achten Sie auf Zettel
auf der Heckscheibe Ihres Autos. Dies ist die neue
Methode für Kfz-Diebstahl (dies ist kein Witz!):
Sie gehen auf dem Parkplatz zu ihrem
Auto, öffnen und steigen ein. Sie starten den Motor
und legen den Rückwärtsgang ein. Wenn Sie beim
Rückwärtsfahren durch Ihre Heckscheibe schauen,
bemerken Sie ein Stück Papier in der Mitte der
Heckscheibe. Sie halten an, steigen aus dem Auto
um das Papier zu entfernen, da dies Ihre Sicht
behindert. Wenn Sie die Rückseite des Autos
erreichen, taucht der Autodieb aus dem Nichts auf.
Er steigt ein und fährt los. Sie stehen da, und er
fährt mit hoher Geschwindigkeit davon. Und
wissen Sie was? Ich wette, Ihre Brieftasche oder
Geldbörse ist noch im Auto.
So, jetzt hat der Autodieb Ihr Auto. Ihre
Adresse, Ihr Geld, Ihre Schlüssel. Ihr Haus und
Ihre
Identität
sind
ihm
ausgeliefert!
Diese Diebe sind bestens organisiert, und viele
Autofahrer gehen auf diese Weise in die Falle.
(Fortsetzung auf Seite 6)
6
DURCHBLICK Nr. 178 – November 2014
(Fortsetzung von Seite 5)
Wenn Sie einen Zettel auf der Rückseite Ihres
Autos bemerken, starten Sie und fahren Sie weg.
Den Zettel entfernen Sie später.
Übermitteln Sie diese Nachricht an Ihre
Familie und Freunde. Ein Portemonnaie enthält
viele wichtige Ausweis-Dokumente. Sie wollen sicherlich nicht, dass sie in die falschen Hände
gelangen.
(Quelle: Sarah TANNER, Bez. Insp. Landespolizeidirektion
Steiermark)
Lichtblick im Fall ZOB
Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt das
Thema „ZOB“ die Bremer Seniorenvertretung.
Schon 2002 hatte sie nach Auflösung des
Standorts des Zentralen-Omnibus-Bahnhofs vor
dem Überseemuseum und Hauptbahnhof eine
Petition bei der Bremischen Bürgerschaft gegen
die Notlösung am Breitenweg und für die
Rückverlegung an den alten Standort eingereicht,
weil wir die Situation für die Reisenden beim
Umsteigen am Breitenweg u.a. für sehr gefährlich
und die Infrastruktur dort für völlig unzureichend
hielten.
Die Petition wurde 2003 zurückgewiesen. Unsere
Argumente
wurden beiseite
geschoben.
Inzwischen
haben sie sich alle
Reisebushaltestelle Breitenweg
als richtig bestätigt.
Parken in 2.Reihe
Belegt wird das
(Foto: SHP-Ingenieure, Hannover)
durch zwei Gutachten, die der Verkehrssenator
2009 und zuletzt 2014 in Auftrag gab. Sowohl die
jeweilige Regierungskoalition als auch die
Opposition haben es in 12 Jahren nicht geschafft,
das Problem ZOB zu lösen.
Das Thema wurde seit 2011 besonders
aktuell, weil Bremen den Verkauf des sogenannten
„Investorgrundstücks“ vor dem Hauptbahnhof
beschloss und der Bund den Fernbuslinienverkehr
als Konkurrenz zur Bahn AG freigab. Damit drohte
Vorne links das Investorgrundstück, hinten zwischen
Bahnhof, Überseemuseum und Columbus-Hotel auf der
grünen Wiese lag ursprünglich der ZOB.
(Foto: G.Feller)
einerseits dieser von uns favorisierte bahnhofsnahe, sichere und barrierefreie Standort direkt vor
dem Hauptbahnhof verloren zu gehen
und
anderseits
der Busverkehr über die Kapazitätsgrenzen der Haltestellen am Breitenweg hinaus
anzuwachsen. So ist es auch gekommen.
Die Seniorenvertretung hat nicht nur
protestiert, sondern auch nach alternativen
Standorten gesucht. Eine Rückverlagerung auf den
ehemaligen Standort erschien aussichtslos, weil
die Grünen die Wiese am Bahnhof erhalten
wollen. Das Haus des Verkehrssenators nahm
abseits gelegene Standorte am Bahnhof Mahndorf
oder am Flughafen ins Visier. Damit hätte der ZOB
seine Zentralität verloren.
Ein zügi-ges und
barrierefreies Umsteigen in die unterschiedlichen
Verkehrsträger (DBAG, Reise- und Fernbusse,
BSAG) an zentralen Verkehrsknoten wäre nicht
mehr möglich gewesen.
Die Seniorenvertretung schlug dann 2013
letztlich das Gelände zwischen dem UNIVEGGebäude
(ehemals
Fruchthof)
und
dem
Güterbahnhof vor, weil dort unsere Forderung an
einen attraktiven ZOB erfüllt werden könnte,
nämlich eine zentrale, sichere, barrierefreie, leicht
erreichbare und mit dem ÖPNV eng vernetzte
Lage.
Areal hinter dem UNIVEG-Gebäude, ehemals Fruchthof
(Foto: J.Schwolow)
Am 17.09.2014 fand die 3. Arbeitskreissitzung
zum
Thema
ZOB
beim
Verkehrssenator statt. Auf den Sitzungen hat stets
Heinz-Otto Mohrmann die Positionen der
Seniorenvertretung vorgetragen. Nun zeichnet sich
ab, dass aufgrund der jüngsten wissenschaftlichen
Untersuchungen eines zukünftigen ZOB-Standorts
in Bremen der von der Seniorenvertretung
favorisierte Standort hinter dem UNIVEG-Gebäude
trotz einiger noch zu klärender Fragen zu den
Grunderwerbskosten den Zuschlag erhält. Mit
dieser Lösung, die insbesondere den Bedürfnissen
von älteren und behinderten Menschen und
ebenso von reisenden Familien
mit Kindern
entgegenkommt, könnte das Thema „ZOB“ für die
Bremer Seniorenvertretung endlich erfolgreich
abgeschlossen werden.
Gerd Feller,
DURCHBLICK Nr. 178 – November 2014
Bürgertelefon
Wie in anderen Bundesländern gibt es
auch in Bremen ein Bürgertelefon für Bürger/innen, die Auskunft und Beratung bei Behörden
suchen. In der Hansestadt wird es von der
PERFORMA betrieben. Als Service-Center im
bundesweiten 115-Verbund und als Kontaktstelle
mit der bremischen Verwaltung kann es von
montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr unter der
Rufnummer 115 ( zum Ortstarif) erreicht werden.
Unter dieser Nummer erhält man Informationen zu
den Anschriften und Telefonnummern bremischer
Dienstleistungen sowie Auskünfte aus dem 115Verbund.
Jetzt plant das Referat „Ältere Menschen“
der Sozialbehörde, das Bürgertelefon 115 auch als
zentrale Auskunftsnummer für den sozialen
Bereich, z.B. für ratsuchende Seniorinnen/Senioren und ihre Angehörigen bereitzustellen. Auf
Nachfrage können dann ohne große Umstände
Kontaktdaten von nächstgelegenen Dienstleistungszentren oder Pflegediensten abgefragt
werden. Inhaltliche Beratungen werden allerdings
nicht durchgeführt. Sie bleiben den sozialen
Institutionen selbst überlassen.
Auch der Senator für Gesundheit
unterstützt dieses Vorhaben, das wahrscheinlich
Anfang des Jahres 2015 realisiert wird. Vorher
muss eine Arbeitsgruppe sich noch Gedanken
machen, wie man das Projekt in der Öffentlichkeit
bekannt machen und für die Nutzung des
Bürgertelefons werben kann. Die Bremer
Seniorenvertretung ist in diese Vorarbeiten
einbezogen.
7
vorkamen. Im Zentrum aber stand das Verhältnis
von Vitamin D und der Kalziumaufnahme. Die
Sprache der Referenten ist besonders hervorzuheben. Sie redeten nämlich für die Zuhörenden
in einem klaren und verständlichen Deutsch. Das
medizinische Fachchinesisch wurde nur noch
nebenbei bemerkt: “Eine Knochenentzündung
( Arthritis, wie wir Mediziner sagen) unterscheidet
sich wesentlich vom Knochenverschleiß (Arthrose,
wie wir Mediziner sagen, also ‚‘itis‘ ist immer eine
Entzündung, ‘rose‘ ist immer Verschleiß)“. So lernt
man was und kann man was behalten!
Und alle sagten dasselbe: Bewegen Sie
sich – Bewegen Sie sich – Bewegen Sie sich!!!
Eindringlich wurde das im Vortrag von Dr.
Abendroth aus Jena deutlich. Er schilderte und
bebilderte, wie die Ampelschaltung von Fußgängerüberwegen entwickelt worden war. Die
Umschaltgeschwindigkeit von Rot/Gelb/Grün richtete sich nach der Schrittlänge eines normalen
gesunden
Mannes
mittleren
Alters.
Die
Schrittlänge Älterer, eventuell Behinderter, konnte
da natürlich nicht mithalten. “Werden Sie nicht
hektisch, bleiben Sie stehen, gehen Sie dann
l-a-n-g-s-a-m rüber.“ – „Bleiben Sie körperlich
beweglich, erhalten Sie Ihre Mobilität“ schloss er
danach, „und stärken Sie Ihre geistige
Aufmerksamkeit – beides zusammen nennt man
übrigens Vigilanz“. Und der berühmte Dr.
Grönemeyer rief: „Turne bis zur Urne!“
Dass die Aufklärung über die Osteoporose
nicht nur über Congress Centren betrieben wird,
sondern auch im kleineren Rahmen, im engeren
Wohnumfeld stattfinden kann, dafür wird die SV
sich einsetzen.
Bernd Gosau
Welt-Osteoporose-Tag am 12.10.2014
im Congress Centrum Bremen
Eingeladen hatte das „Netzwerk Osteoporose“, eine Organisation zur Stärkung der
Patientenkompetenz“. Ein Netzwerk der Pharmaindustrie. Kostenfrei dabei waren zwei SelbsthilfeVereine, Versorgungsbrücken e.V. und die Bremer
Seniorenvertretung. Wir achten seit einiger Zeit
verstärkt
auf
die
Senioren-Produkte
und
Dienstleistungen der Gesundheitsindustrie, um ihr
gegenüber unsere eigene Sichtweise und die
unserer Seniorinnen und Senioren zu vertreten.
Über Osteoporose – eine Erkrankung der
„Knochenporen“ (so die wörtliche Übersetzung aus
dem Griechischen) – kann nicht oft genug
informiert werden. Die Krankheit betrifft immer
mehr Menschen, die Alten insbesondere. Dank der
vier Referenten ist es
keine reine Werbeveranstaltung der Pharmaindustrie geworden. Sie
alle hielten gute und verständliche Referate über
die zahlreichen Facetten der Krankheit, wobei
natürlich auch Medikamente und Produkte
Klärende Gespräche am Stand der Seniorenvertretung
Stadtteilplan Neustadt für ältere Menschen fast
vergriffen
Gleich nach seinem Erscheinen im Juni
2014 gab es eine große Nachfrage nach dem
Neustädter Stadtteilplan für ältere Menschen. „Die
(Fortsetzung auf Seite 8)
8
DURCHBLICK Nr. 178 – November 2014
(Fortsetzung von Seite 7)
gehen weg wie geschnitten Brot“
und kämen sehr gut an, hört
man immer wieder. Nun sind nur
noch wenige Exemplare der 1.
Auflage in einer Zahl von 6.000
in den Neustädter Dienstleistungszentren, in ausgewählten
Geschäften, Einrichtungen und Apotheken erhältlich, unter anderem noch im Dienstleistungszentrum Huckelriede/Buntentor, Kornstraße 371,
und
im
Dienstleistungszentrum
Neustadt,
Lahnstraße 65.
„In der Neustadt bewegt sich recht viel. Schon jetzt
sammeln wir erste Ergänzungen für die kommende
Ausgabe des Plans“, sagt Gabriele KleineKuhlmann von der Caritas und dem Neustädter
Projektteam. Eine Aktualisierung ist für 2016
angedacht.
Der Neustädter Stadtteilplan ist der fünfte
seiner Art. Auch Gröpelingen, Walle, Vahr und
Huchting haben bereits einen. Weitere Stadtteile
sind in Planung. Den Erfolg des Stadtplankonzepts
schreibt Herausgeberin Ines Hillmann von edition
axent nicht zuletzt der Nutzerbeteiligung zu:
„Gerade die Tipps und Ideen der Seniorinnen und
Senioren machen den Stadtteilplan authentisch
und alltagstauglich.“
(Quelle: PM. edition axent. 21.10.2014)
Aus dem
Seniorenbeirat
der Seestadt
Sieghart Lückehe (STÄWOG), Jörn
Stracker (GEWOBA) und Norbert Friedrich
(Stadtplanungsamt) berichten über die
Bedeutung des barrierefreien Bauens und
Sanierens in Bremerhaven.
 „Welche Verpflichtungen geht der
Magistrat durch die Umsetzung des
Teilhabeplanes ein?“
Dazu referiert Lars Müller, Leiter des
Amtes für Menschen mit Behinderung.
 „Integration der ausländischen Senioren –
sind sie dazu bereit?“
Es berichtet der Vorstand. Bei diesem
Tagesordnungspunkt steht auch die
Zusammenarbeit des
Bremerhavener
Rats ausländischer Mitbürger (RaM) mit
dem Seniorenbeirat zur Diskussion. Als
Vertreter des RaM werden Fatih Kurutlu
und Daniel Soares an den Gesprächen
teilnehmen.
Die Tagung beginnt mit einem gemeinsamen
Frühstück im Marschenhof um 9:00 Uhr.
Mittagessen und Nachmittagskaffee sorgen für
kurze Erholungspausen während der Arbeit, die
gegen 17:00 Uhr endet.
Eine
weitere
Zusammenkunft
des
Seniorenbeirats findet am 11.Dezember 2014 um
10:00 Uhr im Ernst-Barlach-Haus statt.
Der
„Große Kreis“ des Seniorenbeirats wird sich mit
den Wahlprüfsteinen für die Kommunalwahl 2015,
mit der weiteren Öffentlichkeitsarbeit sowie noch
mit dem Arbeitspensum des Jahres 2014
beschäftigen.
Bremerhaven
Klausurtagung in Wremen
Der Seniorenbeirat Bremerhaven tagte
zuletzt in kleinem Kreis am 09.10.14. Es wurde
auf den Ablauf der schon länger geplanten
Klausurtagung am Donnerstag, 13.11.2014, im
Marschenhof Wremen eingegangen. Auf dem
Programm stehen folgende Themen:
 „Werbung in eigener Sache“
Janine de Fries stellt die Zeitung
„KONKRET“ vor, gibt Anregungen für die
Öffentlichkeitsarbeit
des
Seniorenbeirates und zeigt Möglichkeiten auf, in
„KONKRET“ die Arbeit des Seniorenbeirats
sowie die Aktivitäten in den Seniorentreffpunkten vorzustellen.
 „Bewegungsfreiheit im Alter – Wohnen
bleiben in den vier Wänden“
Impressum
Landesseniorenvertretung
Tivoli-Hochhaus, 4.Etage, Z.14
Bahnhofsplatz 29
28195 Bremen,
Tel.: (0421) 3 61 67 69
E-Mail: [email protected]
www.seniorenlotse.bremen.de/senioren-vertretung
Der DURCHBLICK ist das Mitteilungsblatt der
Seniorenvertretungen im Lande Bremen
Redaktion:
Gerd Feller (V.i.S.d.P)
E-Mail: [email protected]
Der DURCHBLICK
erscheint monatlich auch im Internet unter
www.seniorenlotse.bremen.de/seniorenvertretung/Durchblick
Redaktionsschluss: Jeweils der 15. des Monats,
der dem nächsten Erscheinungstermin vorausgeht.
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DURCHBLICK Nr. 178 – November 2014
Sparkasse Bremen – evlerde
müşteri hizmetleri
Sparkasse Bremen, bir süredir, konut ve
bakım evlerinde, özellikle hareketlilik sorunları olan
yaşlı insanlar için
bir servis sunuyor. Talep
üzerine, banka personeli genellikle bankacılık
konularında
onlara tavsiyede bulunuyor veya
gerekli nakit işlemlerini yapıyor yani
döviz,
mevduat, para çekme, v.s
gibi, bu
arada,
Sparkasse Bremen böyle bir hizmeti 16 konut ve
bakım evinde vermektedir.
Son haftalarda, yaşlılarda huzursuzluk
olduğu görülmekte, bunun nedeni, önceden
ücretsiz müşteri hizmetleri için artık 10 € ödeme
zorunluğu olduğu anlaşıldı. Bremen Yaşlılar
Temsilciliği bu konuyu ele aldı, fakat Sparkasse
şubelerinden ilk bilgi edinme ve telefonla
sorular ,işlemlerin nasıl gelişeceği konusunda net
bir durum göstermedi. Merkez şubeden
daha
sonra bir açıklama getirildi.
Konut ve huzurevindeki yaşlılar için
Sparkasse Bremen'in önceki müşteri hizmetleri
kalıcaktır. Genel danışmanlık hizmetleri ücretsizdir.
Ancak, bundan böyle nakit ve kredi transferlerinin
yürütülmesi için ücret
aylık 5 €. Bu ücret
gerekçesi ise, personel maliyetleri ve aynı
zamanda ''kurye ''sigorta maliyetlerinin son derece
artışı, bu hizmet hiç bir zaman
maliyetleri
karşılamıyor ve karşılamıyacak ,bununla birlikte
büyük bir ek ödenek işi olmuştur .
Düşük gelirli birçok yaşlı insan için 5 € bile
fazla bir paradır ;Hatta bu 5€ ,zor bir şekilde
başedebildikleri artan yaşam maliyetinde bir artış
sebebidir. Bu nedenle, Bremen Yaşlılar Temsilciliği
bankaya, belki daha akıllıca çözümler hakkında
düşünmesini, bilhassa özellikle, çünkü 2009 da
Yaşlılar Temsilciliği'ne şehir kenar semtlerinde,
yaşlılara karşı nazik olmayan şube kapanışlarına
bir alternatif olarak, huzurevlerinde ücretsiz olarak
bankacılık hizmeti
sözü verilmişdi. Sparkasse
temsilcileri
o zamanlar ,şirketin sosyal
angajmanlarını korumak istediklerini belirtmişlerdi.
Soruna düşünceli bir çözüm yolu da, Bremen
girişiminden geldi. "Sosyal Uyum için İttifak"
girişimi, ilimizde güvencesiz yaşam durumlarında
artış ve toplumsal kutuplaşmayı engellemek için
kullanılmalıdır.
GF
Demografik Değişim
Bu noktada, "Durchblick"(krş. Nr. 172 ve
173) demografik değişim ile ilgili daha önce
yayınlanan rakamlara bağlantı oluşturur. Ortalama
yaşam beklentisinin artması ve yaşlı insanların
sayısı, sosyal tetiklemelere
bağlı,yaşlılıkta
mümkün olduğu kadar uzun , kendince bağımsız
yaşamayı
sağlamak için yollar bulmak. Bu
öncelikle sağlıklı olmak ve aynı zamanda kent ve
ülke koşulları oluşturularak
yaşlı insanların,
uyumlu, aktif ve sağlıklı kalmalarını temin etmek.
Günümüzde sağlık konusu önemli olmalıdır.
80 yaş genel popülasyonda yetkinlik ve bakım
(Yüzde olarak)
Yaş
Başka
bakıma
muhtaç
olmayan
Evde
bakım
Huzurevinde
80 - 85
81,4
12,6
6
85 - 90
65,7
20,6
13,7
41
29,7
29,2
> 90
(Kaynak: Prof.Dr. Usula Lehr, 2013)
Demanslı kişilerin oranı
Yaşlılık 65 - 70 - 75 - 80 – 85
yılları 69
74
79
84
-89
%
2,8
6
13,3 23,9
> 90
34,6 1,2
(Kaynak: Prof.Dr. Ursula Lehr, 2013)
Demansden muzdarip insanların sayısı
(tahminen) 800.000 -1,2 milyon. Demanslıların
yaklaşık % 50 Alzheimer tipi ile ilişkilidir.
Bremen'de
"Yaşlılıkta yaşam şekli sağlıklı yaşam tarzını teşvik",konulu toplantıda
BAGSO dan Prof Ursula Lehr,
yaşlılıkta
hastalıkların ekseri "yaşlılık hastalıkları"değil
aksine
"hastalıkların yaşlanması"olduğunu ve
daha önceki yıllarda kökenlerinin varlığını belirtti.
Sağlıklı kalma ve yaşlanma yaşam boyu
süreçlerdir. Sağlık, sadece yaşlanma sırasında
azalmaz ancak sadece her an
yenilenmenin
olduğu yerdeki azalmadır . Hatta hasta bir insanın
teşvik edilmesi gereken
birçok sağlık unsuru
vardır.
Bu da gösteriyor ki bir ömür boyu,
sağlığı korumanın ne kadar önemli olduğudur .
Sağlıklı diyet, egzersiz, zihinsel ve sosyal aktivite,
sağlıklı ve yetkin yaşlanma kurallarıdır.
Sağlıklı beslenme ile ilgili olarak, aşırı beslenmede
olduğu gibi az beslenmede de beslenme
bozukluğunu önlemek için , ne yediğimiz
ve
neden yediğimiz daha sık sorulmalıdır. Ayrıca
kontrollü alışveriş için biraz daha fazla vakit
ayırmak faydalıdır.
Yaşlılıkta hareketlilik, sosyal ve kültürel
yaşama katılım, günlük ihtiyaçların bağımsız bir
şekilde tedarik güvencesinde büyük bir rol oynar.
Atasözünde olduğu gibi "İşleyen demir pas
tutmaz". Kısıtlı fiziksel aktiviteler, bir kısır döngüye
neden olur: Hareketsiz yaşam tarzı, giderek artan
bir isteksizlik yaratır. Bu sonuçta aktivite eksikliğine
yol açabilir. Hareket çokluğu, hareket isteğini
oluşturur. En azından günlük hareket tıbben
( Devami sayfa 10)
10
DURCHBLICK Nr. 178 – November 2014
(9 Sayfa devami)
tavsiye edilen düzeyde tutulmalıdır. Düzenli yaşlı
sporu muhtemelen daha yararlı olacaktır.
Genellikle yaşlılıkta, ilgisizlik ve can
sıkıntısı görülmektedir. Bu, sosyal çevreden
çekilme, tatminsizlik ve depresyon ile sonuçlanır.
Bu durumdan her zaman ağır darbeler sorumlu
değildir, bilakis çalışanların yanı sıra emeklilerde
de kendini bırakma tehlike belirtileri olabilir. İnsan
artık kendine ihtiyaç olmadığını hissederse kendini
bırakma tehlikesi gösterir, bu da sıhhate zararlıdır.
Bu nedenle, sağlıklı yaşlanma için gerekli
sosyal aktivite önemlidir. Gerekli olma hissi,
yaşlılıkta yaşam kalitesi için güçlü bir destektir.
Örnek olarak, bir sivil katılım veya büyükannebüyükbaba yardımı sağlığın korunmasında değerli
bir katkıdır. Yaşlılar bugün eskisinden daha etkin
olduğundan, soru; “Yaşlı, toplum için daha ne
yapabilir?”.
Uzun yaşama şansı için tüm sorumluluk
öncelikle, her bireyin kendisinde yatıyor. Bu şansı
kullanmak için “sağlıklı ve aktif kalmak!” gerekir.
Kuşkusuz önemli bir soru şudur: "Yaşlılar için
toplum ne yapabilir ve ne yapmalıdır?". Yukarıda
içeriği belirtilen "Durchblick" in gelecek baskısı,
Bremen toplantısı ile ilgili olacaktır.
GF
(Kaynak: Prof.Dr. Usula Lehr, 2013)
Ağır hasta tedavi süreçlerinin
koordinasyonu gecikmiş durumda!
Şehirlerde ve bölgelerde ağır hastaların
tanı ve tedavi müdahaleleri ve tedavi sırası
koordinesi için özel anlaşmalar eksiktir. Bugüne
kadarki gereksiz gecikmeler ve takipsizlik,
muayene ve tedavi işlemleri için hasta ve ailelerini
bekleyişlere sürüklüyor. Buna ilave olarak tedavi
şekli veya
hedef olarak ağrıları hafifletme
süresinde belirsizlikler vardır. Birçok rastgele
alınan kararlar, tedavi sürecinde rol oynamaktadır.
Gereksiz harcamalar nedeniyle talep edilen
ödemeler, sigorta kasalarında tıkanmaya sebebiyet
vermektedir. Bu sistem hatası, bugün sağlık
sisteminde giderilmemiş olması rahatsız edicidir.
Bu sonuç da maliyetlerde milyarlarca dolara neden
oldu. Harcamalarda gelecek herhangi bir artışa, bu
nedenlerden dolayı,çalışanlar ve emekliler yalnız
katlanmaktadır. Özellikle bu can sıkıcı durum yerel
doktorlar ve hastanelerde, ikili ve üçlü testleri de
içerir. Çoğu durumda aile hekimi, hasta için odak
noktası olduğundan rehabilitasyon bakım, fizik
tedavi tesisleri ve onkoloji uygulayıcısı uzmanlarla
gerekli koordinasyon, hastane, hemşirelik, ayakta
tedavi tesisi, onun tarafından takip edilebilir.
Sorumlu sağlık politikacıları, hekim dernekleri,
hastaneler ve sağlık sigortasından oluşan
profesyonel , Bölgesel ve Ulusal Komite kurulması
büyük önem taşımaktadır, ancak bu şekilde tedavi
safhaları ve sorumluluklarının esasları, yalnızca bu
komite ile federal hukuk temelinde düzenlenip
kontrol edilebilir. İl ve ilçelerde doktorluk ruhsatları
da bu komitenin kararlarını içermelidir.
Bremen Serbest Hansa Şehri Sağlık
Senatörü son haftalarda Ulusal Komite'yi harekete
geçirdi . Ne yazık ki,
federal yasa hükmü
noksan,hekim dernekleri, aynı zamanda sağlık
sigortası önde gelen dernekler den, buna karşı
kitlesel çalışma var.Bir doktorun "serbest meslek"
gerekçesiyle bu prosedüre katılmak istemeyişi ,
bunu memnuniyetle yapabilmesi anlaşılabilir
değil.Sonuç o ki, yasal sigortalı tedavisi onayının
geri alınması olacaktır.İyimserlik için küçük bir
sebep, Berlin'de politikacıların, ülkemizdeki güçlü
sağlık lobicilere karşı, belirtilen ihtiyaçları zorlamak
için cesarete sahip olması.
Günter Steffen
ZOB´dan Haberler
24/7/14 tarihinde Çevre, İnşaat ve
Ulaştırma Senatörü tarafından kurulan çalışma
grubu “ şehirlerarası otobüs terminali alan
araştırması” konusunda tekrar toplandı. Çalışma
kuruluna Bremen Yaşlılar Temsilciği de katıldı
( “Durchblick“ Nr. 172, Mayıs 2014, S.5).
Bu kez işletmeci ve kullanıcı anket sonuçları
sunuldu ve ZOB'un gelecekteki konumu tartışıldı.
Bremen'den ortalama 55 şehirlerarası otobüs
kalkmaktadır. En fazla cumartesi ve pazar günleri,
turistik yoğunluktan ötürü pazar günleri 60 sefer
olduğu, pazartesinden cumaya kadar günde 10 ila
20 kalkış bulunduğu belirtilmiştir.Kalkış Çoğunlukla
istasyona en yakın olan geçici Breitenweg ve
Hugo-Schauinsland-Platz'tan.
% 91 işletmeci,
şehiriçinde bir merkez otobüs terminali yolcu
potansiyelinin, havaalanına kıyasla daha yüksek
olacağını belirtiyor.Kullanıcıların % 82 si
şehir
içinde terminale ulaşımda zaman kaybına hazır.
Yolcular arasında yapılan ankette,yolcuların % 92
si ve turistlerin % 95 i istasyona yakın mesafeli bir
terminal istiyor. İşletmeci ve kullanıcılardan
genellikle beklenen,
tüm ilçelerden kolayca
erişilebilir ve toplu taşıma için iyi bir bağlantısı olan
merkezi bir terminal. Bu konumu ile istasyona
yakın olmalıdır. AK, düzgün çalışma ve erişilebilirlik
için yeni otobüs terminalinin daha detaylı tasarımı
ile daha fazla ilgilenecektir. Bremen Yaşlılar
Temsilciliği, işletmeci, kullanıcı, yaşlı ve özürlülere
göre amaçlara uygun olan bir yer için artık karar
verilmesini ümit ediyor.
(Kaynak: SHP mühendisler Sen.fUBV rapor)
Tercüme: Dipl.jur. Feride Abdeljalil
Editör: Zeynep Sümer
(Mit Unterstützung der Senatskanzlei, Referat Integration)
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"Durchblick" Nr. 178