Interview mit dem deutschen Botschafter Christian Hellbach für die
Tageszeitung Dnevni avaz, 07.08.2014
1. Stellen Sie sich bitte vor kurz vor: Wo waren Sie bisher im Einsatz?
Wie war Ihr bisheriger Werdegang?
Ich freue mich sehr auf meine Zeit in Sarajevo. Es ist für mich eine Rückkehr in
diese schöne und spannende Region, nachdem ich bereits in den Jahren 2000
bis 2003 an der Botschaft in Belgrad tätig war. Diese Erfahrung erleichtert mir
hier den Start, zumal ich die lokale Sprache spreche.
Aufgewachsen bin ich allerdings in einer ganz anderen Weltregion: 1959 wurde
ich in Mexiko-Stadt geboren, das Abitur machte ich dann an der Deutschen
Schule in Bogota, in Kolumbien. Der Drang ins Ausland wurde mir also in die
Wiege gelegt!
Wie so viele meiner Kollegen im diplomatischen Dienst bin auch ich von Haus
aus Jurist. Studiert habe ich übrigens in Konstanz, in Baden-Württemberg –
einem Bundesland, in dem besonders viele Menschen aus BosnienHerzegowina leben. Viele sind sehr erfolgreich, sie sind gut integriert und
haben es mit Fleiß, Improvisationstalent und Bildung zu Wohlstand gebracht.
2. Was werden die Prioritäten Ihres Mandats als deutscher
Botschafter in Bosnien und Herzegowina sein?
Unser wichtigstes Ziel ist und bleibt die euroatlantische Integration des Landes.
Laut Umfragen wollen 85% der Menschen hier den EU-Beitritt – ich will sie
dabei unterstützen!
Aber auch im bilateralen Bereich gibt es wichtige Themen, bei denen wir
vorankommen wollen. Deutschland ist mittlerweile der wichtigste
Handelspartner von Bosnien und Herzegowina – wenn die Rahmenbedingungen
verbessert werden, werden deutsche Unternehmen hier auch noch mehr
investieren und damit Arbeitsplätze schaffen. Zum Beispiel im Energiesektor, in
der verarbeitenden Industrie, aber auch im Tourismus gibt es ein enormes
Potenzial! Wie die jüngsten Zahlen zeigen, bietet der deutsche Markt aber auch
gute Exportchancen für wettbewerbsfähige bosnische Unternehmen.
Ein ganz wichtiges Thema ist für mich die Jugend. Mit Unterstützung der EU
führen wir dieses Jahr unter dem Namen "Mlada Evropa" vier
Jugendkonferenzen durch und organisieren gemeinsam mit der NGO Schüler
Helfen Leben den bisher größten Schüleraustausch zwischen Bosnien und
Herzegowina und Deutschland. Es ist ganz wichtig, den Horizont der nächsten
Generation zu erweitern und sie mental mitzunehmen auf dem langen Weg der
EU-Integration!
3. Was können wir von dem kommenden Treffen von Spitzenpolitikern
aus der Region mit Bundeskanzlerin Merkel am 28. August in Berlin
erwarten?
Am 28. August treffen sich in Berlin die Regierungschefs, die Außen- und
Wirtschaftsminister der Länder des Westlichen Balkans mit Bundeskanzlerin
Angela Merkel, dem deutschen Außenminister und dem deutschen
Wirtschaftsminister. Hauptthema der Konferenz wird es sein, den Prozess der
EU-Integration voranzutreiben. Gerade im wichtigen Gedenkjahr 2014 – 100
Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs, 75 Jahre nach Beginn des Zweiten
Weltkriegs – wollen wir die Region dabei unterstützen, die Wunden des letzten
Krieges zu überwinden und ihren Bürgern eine gute Perspektive zu geben.
Wirtschaftliche Entwicklung und die europäische Integration sind hierfür die
besten Instrumente.
Wichtig ist, dass wir zukunftsorientiert und offen darüber diskutieren, was die
Region voran bringt. Die Konferenz im August kann hierfür wichtige Impulse
setzen. Um einen dauerhaften Prozess anzustoßen, haben wir aber bereits
vorgeschlagen, künftig jährlich ein solches Treffen zu organisieren, im nächsten
Jahr wird Österreich Gastgeber sein.
4. Immer wieder wird gesagt, Deutschland könnte sich nach den
Wahlen im Oktober aktiver in die Politik in Bosnien und Herzegowina
einbringen. Wird Deutschland eine stärkere Rolle auf der bosnischherzegowinischen Bühne spielen?
Deutschland und Bosnien-Herzegowina sind eng miteinander verbunden,
wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich. Viele kluge Köpfe hier im Land
zieht es zum Studium an deutsche Unis, und schon seit Generationen leben
viele Menschen aus der Region in Deutschland. Angesichts dieser engen
Beziehungen ist es eine Priorität der deutschen Regierung, BosnienHerzegowina beim Weg der euroatlantischen Integration zu unterstützen.
Aber auch dies will ich deutlich sagen: Die Zeit, in der die internationale
Gemeinschaft hier im Land direkt mitregiert hat, ist vorbei. Die gewählten
Politiker in Bosnien-Herzegowina sind gefordert, sie müssen die notwendigen
Entscheidungen treffen. Wo unser Rat willkommen ist, da unterstützen wir den
Prozess aber nach Kräften. Als Außenminister Steinmeier im Mai in Sarajevo
war, stand neben der Flutkatastrophe im Mittelpunkt seiner Gespräche die
Frage, wie wir Bosnien-Herzegowina fit für die EU machen können –
wirtschaftlich und politisch.
Deutschland hilft mit den Programmen der Entwicklungsagentur GIZ und der
Entwicklungsbank KFW dabei, die wirtschaftliche Situation zu verbessern, etwa
mit hohen Investitionen im Energiebereich und breit angelegten Aktivitäten
zum Aufbau kleiner und mittlerer Unternehmen. Wir haben Partnerschaften mit
Schulen aufgebaut und vergeben Stipendien an Studierende aus BosnienHerzegowina.
5. Haben Sie Erwartungen an die kommenden Wahlen in Bosnien und
Herzegowina? Wenn ja, welche? Haben Sie Favoriten für die
bevorstehenden Wahlen?
Natürlich hoffe ich darauf, dass nach den Wahlen Bewegung in die hiesige
Politik kommt. Bei Umfragen unterstützt die große Mehrheit der Bevölkerung
den EU-Beitritt und wirtschaftliche Reformen. Wenn die Menschen sich davon
bei der Wahl leiten lassen, könnten die Probleme nach der Wahl endlich
wirksam angegangen werden.
Bei meinen Gesprächen hier höre ich immer wieder, dass die Bürger sehr
frustriert sind. Angesichts des Stillstands in den letzten Jahren ist das
verständlich. Andererseits hilft es aber nicht, wenn wir alle Politiker pauschal
verteufeln. Es gibt auch in Bosnien-Herzegowina hervorragende Politiker,
denen es nicht so sehr um parteipolitisches Taktieren geht, sondern darum, mit
einer pragmatischen Politik den Bürgern des Landes eine bessere Zukunft zu
ermöglichen. Die EU hat hierbei mit dem "Compact for Growth" eine Plattform
ins Leben gerufen, die im Dialog mit vielen Teilhabern wirtschaftspolitische
Reformmaßnahmen identifiziert und den Entscheidungsträgern an die Hand
gibt.
Wichtig ist, dass die Wähler ihre Entscheidung nicht so sehr von der Ethnie
abhängig machen, sondern von Sachfragen. Die NGO KULT bereitet gerade
eine interaktive Webseite vor, die zu den wichtigsten Themen die Positionen
der Parteien anschaulich vergleicht, nach dem Vorbild des deutschen Wahl-OMats.
6. Wie zufrieden sind Sie mit der wirtschaftlichen Zusammenarbeit
zwischen Bosnien und Herzegowina und ihrem Land? Was sind die
Probleme? Wie kann man sie überwinden? Von welchen Problemen
sind potentielle deutsche Investoren in Bosnien und Herzegowina
betroffen?
Das größte Problem hier im Land ist die hohe Arbeitslosigkeit, besonders unter
jungen Menschen. Neue Arbeitsplätze werden nur entstehen, wenn
Unternehmen mehr im Land investieren. Ich freue mich, dass es in Bosnien und
Herzegowina bereits eine ganze Reihe erfolgreicher deutscher Investitionen
gibt. Heidelberg Cement und Car Trim zum Beispiel sind große private
Arbeitgeber im Lande. Und die Firma Bekto-Precisa ist ein gelungenes Beispiel
dafür, welch positive Rolle die Diaspora für die Entwicklung des Landes spielen
kann.
Doch einzelne Erfolgsgeschichten können nicht darüber hinwegtäuschen, dass
sich das Investitionsklima noch erheblich verbessern muss. Viele Firmen klagen
über langsame Genehmigungsprozesse, Bürokratie und Korruption. Der Foreign
Investors Council und der Deutsch-Bosnisch-Herzegowinische Wirtschaftsverein
haben immer wieder Vorschläge für eine Verbesserung der Situation gemacht.
Nun liegt es an den hiesigen Politikern, diese Vorschläge umzusetzen.
Nochmal zum Thema Arbeitslosigkeit: Eine Reihe von Unternehmen in Bosnien
und Herzegowina hat großen Bedarf an Fachkräften, die sie auf dem hiesigen
Arbeitsmarkt nicht finden. Hier muss sich die akademische, aber auch die
Berufsausbildung stärker am Arbeitsmarkt orientieren, und die jungen Leute
müssen mobiler werden. Viele attraktive Jobs finden sich außerhalb von
Sarajewo und den größeren Städten des Landes.
7. Ist nach der Einordnung als "sichere Herkunftsstaaten" damit zu
rechnen, die Zahl falscher Asylbewerber aus der Region, besonderes
aus Serbien und Kosovo, wesentlich sinken wird?
Der Vorschlag, Länder der Region zu sicheren Herkunftsstaaten zu erklären und
so die Bearbeitung von Asylanträge zu beschleunigen, wurde noch nicht
umgesetzt.
Viele Asylsuchende vom westlichen Balkan sind Angehörige der RomaMinderheit, die hier oft in bitterer Armut leben. Es muss noch viel getan
werden, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Das Asylrecht in
Deutschland dient politisch Verfolgten, daher haben Armutsflüchtlinge keine
Chance auf Asyl. Ganz wichtig ist, dass Bosnien und Herzegowina endlich dafür
sorgt, dass alle Kinder der Roma-Minderheit in die Schule gehen. Das ist ein
elementares Menschenrecht und Voraussetzung dafür, dass diese Menschen
eine faire Chance im Leben bekommen.
Intervju njemačkog ambasadora Christian Hellbach-a za dnevne
novine Dnevni avaz, 07.08.2914.
1. Molim Vas da se predstavite. Gdje ste službovali do sada, koliko
stranih jezika govorite, koje je Vaše obrazovanje, kad ste rođeni...?
Radujem se periodu koji ću provesti u Sarajevu. Za mene je ovo povratak u ovu
lijepu i uzbudljivu regiju, pošto sam već od 2000. do 2003. godine radio u
ambasadi u Beogradu. To iskustvo mi olakšava sam početak ovdje pogotovo
što ja govorim lokalni jezik.
Međutim, ja sam odrastao u sasvim drugoj egiji svijeta: rođen sam 1959. u
Mexico Cityj-u, potom sam maturu završio u njemačkoj školi u Bogoti u
Koliumbiji. Poriv za inostranstvo nosim iz kolijevke!
Kao i mnoge moje kolege iz diplomatske službe i ja sam takođe pravnik po
struci. Inače sam studirao u Konstanz-u u Baden-Würtemberg-u - savezna
pokrajina u kojoj živi jako puno ljudi iz Bosne i Hercegovine. Mnogi od njih su
vrlo uspješni , oni su dobro integrisani i koji su prosperiirali svojim vrijednim
radom, talentom za improvizacije i obrazovanjem.
2. Šta ce biti Vaši prioriteti tokom mandata ambasadora Njemačke u
BiH?
Naš glavni cilj je i dalje euroaltanska integracija zemlje. Prema anketama 85%
ljudi želi članstvo u EU- i ja ću ih pri tome podržati!
Ali i u bilateralnim odnosima im postoje takođe važne temegdje želimo
napredovati. Njemačka je u međđuvremenu postala najvažniji trgovački partner
Bosne i Hercegovine - kada bi se okvirni uslovi poboljšali, njemačke firme bi
ovdje još više investirale i na taj način stvorile nova radna mjesta. Primjera radi
postoji ogroman potencijal u energetskom sektoru, prerađivačkoj industriji,
takođe i u turizmu! Kako najnovije brojke pokazuju, njemačko tržište nudi i
dobre izvozne šanse bosanskim konkurentnim preduzećima.
Za mene je posebno važna tema mladih. Uz podršku Evropske unije ove godine
vodimo četiri Konferencije mladih pod imenom "Mlada Evropa" i zajedno sa
nevladinom organizacijom Schüler Helfen Leben organizujemo do sada najveäu
razmjenu učenika između Njemačke i Bosne i Hercegovine. Veoma je važno
proširiti horizont sljedeće generacije i psihički ih voditi na dugom putu EUintegracije!
3. Šta možemo očekivati od predstojećeg susreta lidera iz regiona s
kancelarkom Merkel u Berlinu 28. Augusta?
U Berlinu će se 28. avgusta sastati šefovi Vlada, ministri vanjskih poslova i
privrede zemalja Zapadnog Balkana sa kancelarkom Angelom Merkel,
njemačkim ministrom vanjskih poslova kao i ministrom privrede. Glavna tema
konferencije će biti unapređenje procesa EU-integracije. Posebno u važnoj
godini sjećanja 2014. - 100 godina od početka Prvog svjetskog rata, 75. godina
od početka Drugog svjetskog rata - Njemačka želi pomoći regionu pri tome da
prebrodi rane zadnjeg rata i da svojim građanima pruži dobru perspektivu.
Ekonomski razvoj, regionalna kooperacija i procesi reformi na putu ka EU su za
to najbolji instrumenti.
Važno je da se otvoreno diskutuje o budućnosti, takođe i o teškim pitanjima.
Pri čemu konferencija može dati važne impulse. Kako bi pokrenuli dugorrajan
proces mi smo već predložili da se ubuduće organizuju takvi godišnji susreti,
Ausrija će biti domaćin naredne godine.
4. Postoje neke najave o jakom angažmanu Njemačke i u BiH, nakon
oktobarskih izbora u našoj zemlji. Hoče li doči do Njemačkog "ulaska"
na bh. scenu, po uzoru na model dijaloga Kosova i Srbije, gdje je
upravo Njemačka uradila kompletnu pripremu, a potom proces
prepustila institucijama EU. Hoče li se to desiti?
Njemačka i Bosna i Hercegovina su usko povezane , ekonomski, kulturno i
socijalno. Mnoge pametne glave odavde uzemlji privlači studiranje na
njemačkim univerzitetim i već generacijama mnogo ljudi iz regiona živi u
Njemačkoj. S obzirom na ove bliske odnose prioritet Njemačke vlade jeste da
podrži Bosnu i Hercegovinu na putu ka euroatlnaskoj integraciji.
Takođe želim sljedeće jasno reći: Vrijeme u kom je Međunarodna zajednica
dierektno sudjelovala u vlasti ovdje u zemlji je prošlo. Izabrani političari u Bosni
u Hercegovini su sada na potezu, oni moraju donijeti potrebne odluke. Gdje je
naš savjet dobrodošao mi tu svom snagom podrćavamo taj proces. Kada je
ministar vanjkih pšoslova Steinmeier u maju posjetio Sarajevo pored
katastrofalnih polpava u fokusu njegovih razgovora je bilo pitanje kako možemo
osposobiti Bosnu i Hercegovinu za EU- ekonomski i politički.
Njemačka kroz programe Razvojne agencije GIZ i Razvojen banke KfW pomaže
poboljšanju ekonomske situacije, kao što su visoke investicioni programi u
energestsku oblast i izgradnji malih i srednjih preduzeća. Izgradili smo
partnerstva sa školama i dodjeljujemo stipendije studentima iz Bosne i
Hercegovine.
5. Imate li očekivanja od predstojećih izbora u BiH? Ako imate koja su?
Također, imate li favorite u predstojećoj izbornoj utakmici?
Naravno da se nadam da će nakon izbora doći do pomaka u ovdašnjoj politici.
Velika većina ljudi u anketama podržava pristup-EU i keonomske reforme. Ako
bi se ljudi prilikom izbora vodili time napokon bi se nakon izbora moglo
djelotvorno početi sa rejšavanjem tih problema.
U razgovorima ovdje uvijek čujem da su građani veoma frustrirani. Obzirom
na zastoj zadnjih godina to je i razumljivo. S druge stran ne pomaže, ako sve
političare paušalno ocrnimo. Takođe i zu Bosni i Hercegovini ima izvanrednih
političara, kojima nije toliko stalo do stranačko-političkog taktiziranja već da sa
pragmatičnom politikom građanima ove zemlje omoguće bolju budućnost.
Evropska unija je sa “Compact for Growth” stvorila platformu, koja u dijalogu sa
mnogim učesnicima identifikuje ekonomsko-političke reformske mjere i daje u
ruke nosiocima odluka.
Važno je da odluka birača ne ovisi toliko od etničke pripadnosti već od
konkretnih pitanja. NVO KULT trenutno priprema interaktivnu webstranicu, koja
će, prema uzoru na njemački Wahl-O-Mat, jasno upoređivati pozicije stranaka o
najvažnijim temama
6. Koliko ste zadovoljni ekonomskom saradnjom BiH i Vaše zemlje? šta
su problemi? Kako ih prevladati? Na koje probleme potencijalni
njemački investitori nailaze u BiH?
Najveći problem ovdje u zemlji je nezaposlenost, posebno među mladima. Nova
radna mjesta će se stvoriti samo onda kada poduzetnici budu više investirali u
zemlji. Drago mi je da u Bosni i Hercegovini postoji ceć čitav niz uspješnih
njemačkih investicija. Heidelberger Cement i Car Trim su npr. veliki privatni
poslodavci u zemlji. Preduzeće Bekto-Preciza je uspješan primjer za to kako
pozitivnu ulogu može imati dijaspora za razvoj zemlje.
Ipak pojedinačne uspješne priče ne mogu zavarati da se klima za investranje
mora znatno poboljšati. Mnoge firme se žale na spore procese izdavanja
dozvola, birokratiju i korupciju. Foreign Investors Council i Njemačkobosasnkohercegovačko privredno udruženje su u više navrata davali prijedloge
za poboljšanje situacije. Sada je na ovdašnjim političarima da te prijedloge
sprovedu.
Da se vratim još jednom na temu nezaposlenosti. Čitavom nizu preduzeća u
Bosni i Hercegovini su potrebni stručni radnici, koje ne mogu nači na
ovdašnjem tržištu rada. Akademska zajednica, ali i stručno obrazovanje se
mnogo više moraju orijentisati prema tržištu rada i mladi ljudi moraju postati
mobilniji. Mnogi atraktivni poslovi se nalaze van Sarajeva i u većim gradovima
u zemlji.
7. Postoje li otvorena pitanja između Njemačke i BiH? Nakon
proglašenja "državom sigurnog porijekla", za očekivati je da je broj
lažnih azilanata iz regiona, posebno Srbije i Kosova, bitno opao.
Tačno?
Priijedlog, da se zemlje regiona proglase zemljama sigurnog porijekla i time
ubrza obrada zahtjeva za azil, još nije implementiran.
Mnogi podnosioci azila sa Zapadnog Balkana su pripadnici romske manjine, koji
ovdje često žive u velikom siromaštvu. Mora se još mnogo toga učiniti kako bi
se njihovi uslovi života poboljšali. Pravo na azil u Njemačkoj služi politički
prognanim osobama tako da izbjeglice zbog neimaštine nemaju šansu na azil.
Vema je važno da se Bosna i Hercegoina napokon pobrine da sva djeca romske
manjine idu u školiu. To je elementarno ljusko pravo i predpostavka za to da
ovi ljudi dobiju jednu fer šansu u životu.
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